10. Januar 2017   Aktuelles - Pressemitteilungen
Müll: Weniger bleibt mehr!

Am Montag (09.01.2017) haben die Statistiker der IT-NRW das Aufkommen häuslicher Abfälle im Jahr 2015 veröffentlicht[1]. Gab es von 2013 auf 2014 landesweit noch eine deutliche Zunahme[2], so ist von 2014 auf 2015 eine leichte Abnahme zu verzeichnen. Dazu stellt Rohat Yildirim, Verwaltungsratsmitglied in der AöR SBMG (jetzt „mags“), fest: „Es ist positiv, dass Mönchengladbach im Vorjahr deutlich unter dem durchschnittlichen Anstieg lag und nun deutlich über der durchschnittlichen Reduzierung liegt. Diese positiven Tendenzen dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Mönchengladbach damit pro Kopf noch immer jedes Jahr fast 35 kg mehr Müll produziert als der NRW-Durchschnitt.“

 

In den Zahlen sind auch die hausmüllähnlichen Gewerbeabfälle enthalten, so dass sicher auch die Wirtschaft ihren Teil dazu beitragen muss, um Mönchengladbach endlich von diesem 'Müllberg“ runterzubekommen. Doch für Silvia Gutermuth, sachkundige Bürgerin im Umweltausschuss, ist auch klar, dass die umweltbelastende Wegwurf-Mentalität aller BürgerInnen eine Rolle spielt. Da ist kommunal nur bedingt etwas mit Kampagnen zu erreichen, und auch die teure AöR-Ausgliederung geht hier am Problem vorbei. „Höhere Müllgebühren können nur einen bedingten Anreiz zur Müllvermeidung beitragen, denn gleichzeitig würden noch mehr BürgerInnen zur wilden Müllentsorgung übergehen, und das ist derzeit schon ein großes  Problem“, fährt  Gutermuth fort und appelliert an alle: „Der nie produzierte Müll ist noch immer der beste! Weniger Müll bleibt mehr Umweltschutz.“

 

Deswegen rät die Linksfraktion den BürgerInnen:

  • Wenn Sie etwas nicht mehr brauchen, überlegen Sie, ob es noch so gut ist, dass es jemand anderem helfen könnte. Wenn ja, dann verschenken Sie es, dabei helfen Gruppen im Internet oder auch die gemeinnützigen Läden von Hephata, Volksverein und viele andere Organisationen.
  • Wenn etwas kaputt ist, muss es nicht immer gleich weggeworfen werden. Hilfe beim Reparieren bietet zum Beispiel das Repair-Cafe. Und selbst wenn oftmals der Neukauf wirtschaftlich günstiger erscheint, schon mittelfristig bezahlen wir alle die Wegwurf-Mentalität mit einer zerstörten Umwelt.
  • Was gehört wirklich auf den Müll? Elektrogeräte, Metall, Glas und vieles mehr kann gut recycelt werden und entlastet so die Mülltonne und schont die Umwelt.
  • Kontrollieren Sie ihr Kaufverhalten. Was brauchen Sie wirklich oder was landet schon bald wieder auf dem Müll? Vielleicht lieber einmalig etwas mehr ausgeben, als regelmäßig Billigware zu kaufen? Unnötige Verpackung gleich im Laden lassen, damit die Hersteller begreifen, auf so etwas zu verzichten.

 


Quellen:
1) Die von der IT-NRW veröffentlichten Zahlen für 2015
2) Pressemitteilungen der Linksfraktion und Zahlen des Vorjahres

 

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