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30. November 2011   Aktuelles - Allgemeines
Panik mit Vorlauf ums KRIZ?

Die Fraktion DIE LINKE. Mönchengladbach ist für eine Jugend- und Sozialpolitik, die Einrichtungen wie das KRIZ überflüssig machen. Wenn jedoch die Politik in der Prävention versagt hat, dann hat sie die gesellschaftliche Verantwortung dafür zu tragen. In diesem Zusammenhang ist das Auftreten der SPD, die sich gerne auch soziale Gerechtigkeit auf die Fahne schreibt, nicht zu verstehen.

 

Zunächst aber zu den Fakten:
Die stellvertretende Bezirksvorsteherin und Vorstandsmitglied des SPD-Ortsvereins Wickrath Ulla Klawuhn nahm im September an einer Vorinformationsveranstaltung der Stiftung Dilborn zum geplanten Umzug des KRIZ teil. Im Oktober wurde die Bezirksvertretung West von Bezirksvorsteher Arno Oellers (CDU) zu einer interfraktionellen Sitzung eingeladen. Dort sprach man sich einhellig dafür aus, öffentlich keine Stellung zu beziehen. Es sollte zuerst eine Bürgerinformationsveranstaltung geben, um den Wickratherinnen und Wickrathern die Möglichkeit zu geben, sich über die Einrichtung zu informieren und auch ihre Meinung zu den Umzugsplänen zu äußern. Die Veranstaltung fand dann am 17.11.2011 statt. Erst danach wollte man in den politischen Entscheidungsprozess einsteigen, unter Einbezug der Ergebnisse aus der Veranstaltung.

 

Dieser Vorgang ist nach Ansicht der Fraktion DIE LINKE. Mönchengladbach geradezu als vorbildlich anzusehen und von der zeitlichen Abfolge kaum schneller zu organisieren. „Wichtig ist auch noch, dass Frau Klawuhn sich auf der interfraktionellen Sitzung im Oktober positiv zum KRIZ geäußert hat.“ ergänzt Bezirksvertreter Martin Selt aus seiner Erinnerung an die dortigen Gespräche.

Umso irritierender ist daher das Verhalten der SPD, insbesondere des Ortsvereins Wickrath. Georg Mertens und seine Frau Petra Kasten-Mertens, beide ebenfalls dort Vorstandsmitglieder, setzten sich bereits im Oktober mit den Anwohnerinnen und Anwohnern von Wickrath in Verbindung und luden zu einer eigenen Informationsveranstaltung ein. Dort wurde aber offensichtlich nicht ordnungsgemäß über die bereits geschilderten Vorgänge und die zeitliche Abfolge informiert. Das scheint bei den Wickratherinnen und Wickrathern die im November erlebte Stimmung von massiver Angst vor und Abwehr gegen das KRIZ erzeugt zu haben, die jegliche Chance auf eine Richtigstellung der Fakten bereits im Vorfeld zunichte machte. Im Nachgang der Veranstaltung sprach sich dann der SPD-Ortsverein Wickrath auch öffentlich gegen den geplanten Standort für das KRIZ aus.

Die Fraktion DIE LINKE. Mönchengladbach zieht aus den beschriebenen Vorgängen die Schlussfolgerung, dass einige SPD-Mitglieder so einer wirklich guten Sache einen Bärendienst erwiesen haben. „Man kann sich auch des Eindrucks nicht erwehren, dass es von Anfang an gewollt war, dem KRIZ keine Chance zu geben.“ kommentiert auch Martin Selt abschließend.


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