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26. Februar 2019   Aktuelles - Umweltausschuss
DIE LINKE will Schottergärten anzählen!

Mit gleich zwei Anträgen im Umweltausschuss und weiteren Gremien der Stadt will DIE LINKE den Schottergärten an den Kragen. Diese auch im Volksmund „Gärten des Grauens“ genannten Öko-Fallen bergen vielfältige negative Folgen für Flora, Fauna und Klima. Sie führen z. B. zu einem weiteren Anstieg der sommerlichen Temperaturen in der Stadt und Tiere finden dort keine Nahrung, weder Insekten noch Vögel, die sich von Regenwürmern ernähren. Zudem kann das Wasser bei Starkregenereignissen nicht ordentlich abfließen, denn die Schottergärten versiegeln den Boden durch Unterfütterung mit Unkrautvlies.

 

„Wir müssen diesem Trend, der sich immer weiter ausbreitet, unbedingt mit allen geeigneten Maßnahmen entgegen wirken, denn es ist unsere Pflicht, die Folgen des nicht mehr aufzuhaltenden Klimawandels soweit wie möglich abzumildern. Die Landesbauordnung gibt uns da gute Mittel an die Hand, die wir sehr leicht nutzen können“,  gibt sich Sabine Cremer, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion, kämpferisch.

 

Die Landesbauordnung enthält nämlich ein Begrünungsgebot für nicht überbaute Flächen in §8 Absatz 1 (1) und dies soll laut Antrag der Linksfraktion so in zukünftige Bebauungspläne eingearbeitet werden, dass sich neue Schottergärten von vorn herein verbieten.

In einem weiteren Schritt möchte DIE LINKE über einen Antrag prüfen lassen, inwieweit es sinnvoll ist, ein Versiegelungskataster für das Stadtgebiet zu erstellen. Dort sollen dann neben anderen bisher nicht bekannten Versiegelungen auch schon bestehende Schottergärten erfasst werden. So könnte daraus am Ende eine Novellierung der Gebührenerhebung bzgl. Niederschlagswassers entstehen, denn wo dieses nicht ordentlich versickern kann, muss es über die Kanalisation abfließen. Die Kanalsysteme können dann bei Starkregenereignissen schnell überlastet sein, ganz zu schweigen von einem erhöhten Reinigungsaufwand. „Das könnte zu einer Win-Win-Situation führen, denn einerseits werden einige Versiegelungen bei drohendem erhöhten Gebührenaufwand sicherlich wieder zurück gebaut, was der Natur zugutekommt und das Kanalsystem entlasten kann. Andererseits können Mehreinnahmen bei den Gebühren dazu genutzt werden, die Überflutungsfolgen zu beheben“, schließt Sabine Cremer ihre Ausführungen ab.

Grauer Schottergarten mit Text: Gärten des Grauens - Schlecht für Flora, Fauna und Klima.

(1) https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_vbl_detail_text?anw_nr=6&vd_id=17178&vd_back=N421&sg=0&menu=1

Den Antrag zu Schottergerärten gibt es hier und den Antrag zum Versiegelungskataster hier.


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