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05. September 2014   Aktuelles - Bezirksvertretung Nord
BV-Nord: Auch Stadtverwaltung sieht Unsicherheiten bei den „Roermonder Höfen“

In der Regel haben die Bezirksvertreter der Linkspartei in Bezirksvertretungen nicht viel zu lachen. Da werden Anträge regelmäßig abgelehnt, bei Anfragen nach Informationen schon mal mit dem Hinweis auf „das stand doch schon in der Zeitung“ geantwortet und hier und da auch mal Wortmeldungen übersehen. Das letztere selbstverständlich nicht mit Absicht. In der BV-Nord-Sitzung am 03.09. aber war das nicht der Fall. Beim Tagesordnungspunkt 4 „Maßnahmen…für Kinder im Vorschulalter“ stand in der Beschlussvorlage als Anbieter für eine Kindertageseinrichtung auch der „Roermonder Hof“.

 

Der Bezirksvertreter der Linkspartei, Mario Bocks, machte schnell klar, dass man die Beschlussvorlage grundsätzlich befürworten würde, allerdings nur unter der Voraussetzung der Herausnahme des Standortes der „Höfe“. Dafür beantragte er eine getrennte Abstimmung. Diese wurde zwar abgelehnt, der Antrag bekam aber neben den Stimmen der Bündnis 90/ Grünen auch 2 weitere Stimmen aus der SPD. Insgesamt 5.

 

Für Bocks ein Zeichen, dass die Zustimmung für das Projekt weiter bröckelt und als Herr Schaffrath von der Stadtverwaltung auf Nachfrage von Bocks nach der Aktualität der angegeben Wohneinheiten in der Beschlussvorlage (160 Wohnungen) ebenfalls erklärte, diese Zahl entspreche nicht dem jetzigen Stand durch die komplette „Neuausrichtung“ der „Höfe“, kam er weiterhin nicht umhin, grundlegende Unsicherheiten im Bezug auf die „Höfe“ einzuräumen.

„Erst weigert sich der Investor einen Ersatz für den Wegfall des Bestfrequentierten Kinderspielplatzes in Stadtmitte zumindest finanziell zu unterstützen, was eigentlich normal wäre. Nein, auch bei den anfallenden Kosten für die notwendige Grundwasservertiefung bei dem Bau einer Tiefgarage auf dem Gelände weigert er sich, die für den Bauträger anfallenden Kosten zu übernehmen. Da macht man dann einfach die Tiefgarage kleiner. Armseliger geht es nun wirklich nicht mehr und dann soll die Stadt auch noch eine Kindertagesstätte in den „Höfen“ für teures Geld bei genau diesem Investor mieten. Da fasst man sich schon an den Kopf“, äußert Bocks sein Bedenken und ergänzt, „Dieser Investor hat Null Interesse an dieser Stadt und will ausschließlich seine Profitgier hier befriedigen. So einen Investor braucht Mönchengladbach nicht!“

DIE LINKE. sieht mit Spannung den nächsten Wochen und dem weiteren „rumgeeiere“ bezüglich dieser kompletten Fehlplanung entgegen. Da Aufgrund der Weigerung des Investors Pol zu Investitionen nun ein komplett neuer Entwurf vorgelegt werden muss, sind die bisherigen Baugenehmigungen samt Beschlüssen und Zusagen der Stadt aus Sicht der Partei hinfällig. Es müsste daher ein komplett neues Baugenehmigungsverfahren gestartet werden.


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