03. Juni 2011   Rat der Stadt - Rat der Stadt Mönchengladbach
Elternwille ignoriert

Die Linke hatte in der Ratssitzung am 1.6.2011 den nachfolgenden Alternativantrag  zum Verbundsvorschlag der Verwaltung für die Gemeinschaftsgrundschulen Am Ringerberg und Windberg gestellt.

„Der Rat der Stadt Mönchengladbach  beschließt den Aufschub des Verbundvorhabens zwischen den Gemeinschaftsgrundschulen Am Ringerberg und Windberg um ein Jahr.
Am Standort Ringerberg wird mit dem Schuljahr 2011/2012 eine Offene Ganztagsschule mit 25 Plätzen eingerichtet.“

In der Begründung des Alternativantrages führte Ratsherr Helmut Schaper folgendes aus:

Die Verwaltung begründet ihren Vorschlag zur Verbundschule damit, dass eine Entwicklung zur Zweizügigkeit nicht zu erwarten ist. Das ist allerdings nur eine Vermutung, die auch durch die Schülerzahlentwicklung im Bereich Windberg eben nur vermutet, aber nicht belegt werden kann. Es ist ohne weiteres möglich, dass die Anmeldezahlen bei einer vorhandenen OGS über die bisherigen 28 Anmeldungen hinausgehen. Oder das bei Widereinführung der Schulbezirke, wie sie zum Teil im Landtag diskutiert wird, die Kinder im Einzugsbereich Waldhausener Höhe und Ringerberg für zwei Klassen ausreichen.

Was besonders am Beschlussentwurf auffällt, ist die eklatante Ignorierung des Elternwillens.
Sie haben an dieser Schule ein engagiertes Kollegium und engagierte Eltern, die sich für diesen Standort nicht nur als Lernstandort sondern auch als sozialen Standort engagieren.
Sie haben an dieser Schule engagierte Menschen, die die Identifizierung mit dem Stadtteil Waldhausen fördern. Die für die von der Verwaltung benannte Probleme wie der neuen Schulleitung Lösungen anbieten.
All das schlagen sie in den Wind und dokumentieren damit, was ihnen der Elternwille wert ist: Nämlich nichts.

Dabei vergeben sie sich nichts, wenn sie eine Teilstandortregelung um ein Jahr verschieben und dann neu prüfen. Es entstehen keine Kosten dadurch und sie müssten eventuell auch keine Entscheidung revidieren.
Im Gegenteil: Sie würden die Menschen in ihrem Engagement bestärken und ein Beispiel geben für eine konstruktive Konsensfindung im Dialog von Politik und Betroffenen.
Deshalb plädieren wir für die Annahme unseres alternativen Beschlussentwurfes.

Leider stimmten bis auf die drei Ratsmitglieder der Linken alle für den Grundschulverbund und damit für die Auflösung des Schulstandortes Am Ringerberg als selbständige Schule.

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