13. März 2018   Aktuelles - Planungs- und Bauausschuss
Fehlstart!

DIE LINKE Mönchengladbach nennt die Vorstellung des Projekts „City-Ost“ bei der weltgrößten Immobilienmesse MIPIM in Cannes einen Fehlstart. Die Bekanntgabe des neuen Namens „Seestadt mg+“ erfolgte ohne Beteiligung der Bürgerschaft oder Politik. „Gerade bei einem Projekt, bei dem der Investor Catella immer wieder betont hat, dass er diesen Teil der Stadt wieder für die Bürgerinnen und Bürger nutzbar machen will, hätte nicht über alle Köpfe hinweg entschieden werden dürfen“, meint der Fraktionsvorsitzende Torben Schultz, „Doch dann noch den technischen Kunstbegriff der Stadtentwicklungsstrategie der ganzen Stadt im  Namen eines einzelnen Stadtteils aufzunehmen, schlägt dem Fass den Boden aus.“

 

Durch den Zusatz „mg+“ fühlt sich die Linksfraktion an Retortenstädte, wie das Ostseebad „Damp 2000“, oder Trabantenstädte, wie die Skiorte Arc 1500, Arc 1600, Arc 1800 und Arc 2000 bei Les Arcs (Savoie) erinnert. Schon Mitte der 1980er Jahre wurde „Damp 2000“ zum ersten Mal umbenannt und im Jahr 2011 gab es eine erneute Namensänderung. „All diesen Städten ist eines gemeinsam“, erklärt Schultz, „Sie wurden für den Massentourismus geschaffen, nicht um den Menschen ein zu Hause zu geben. Auch der Zusatz 'mg+' erinnert an eine kühle, mathematische Formel und nicht an Geborgenheit.“

 

Weiter wird für DIE LINKE durch den Zusatz der Stadtentwicklungsstrategie ein noch zu entwickelnder Stadtteil künstlich über alle anderen gehoben. „Wir sind uns zwar sicher, dass schon mittelfristig diese Namensgebung scheitert, aber bis dahin wird den Menschen vermittelt, wo der Oberbürgermeister und sein Baudezernent ihre Prioritäten haben: Bei einem einzelnen Projekt, nicht bei den vielen Menschen dieser Stadt“, endet Schultz, „Und genau diese Sonderstellung eines Stadtteils geht nicht mit den Versprechen des Investors einher, ein neues Wohngebiet für alle Gruppen zu schaffen. Das von ihm selbst für das Projekt verwendete Wort *Lagom', was für nicht zu viel, aber auch für nicht zu wenig steht, das genau richtig und passend meint, wird damit ad absurdum geführt.“

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