18. Februar 2020   Aktuelles - Planungs- und Bauausschuss
Sparen durch mehr Komfort und Sicherheit für Radfahrende

Die Stadt Mönchengladbach möchte die ökologische Verkehrswende, also den Modal Split so verändern, dass der mobilisierte Individualverkehr abnimmt. Zu diesem Zweck wurden verschiedene Maßnahmen zur Förderung des Radverkehr beschlossen. Das dies nicht an allen Stellen funktioniert liegt nach Ansicht der Linken auch daran, dass mags für Sanierung und Instandhaltung verantwortlich ist, die Stadt jedoch für Aus- und Umbau. „Diese Schnittstelle wollen wir nun optimieren, damit die Radverkehr unfreundliche wassergebundene Decke zurückgedrängt wird und aktuelle Normen auch bei Sanierungen beachtet werden“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Torben Schultz.

„Wenn wir ohnehin schon 'auf der Baustelle' sind, dann sollten wir nicht durch einen investitions- hemmenden Bestandsschutz die Kosten, auf kurze Sicht, künstlich klein halten“, ergänzt der Planungspolitische Sprecher Erik Jansen, „die aktuellen Normen dienen der Verkehrssicherheit und machen das Radfahren attraktiver. Früher oder später müssten wir sowieso erneut an die gleiche Stelle ran, um dann die Vorschriften umzusetzen. Hier sollte doch von Anfang an der Grundsatz herrschen: Lieber direkt alles innerhalb einer einzigen Maßnahme richtig machen, als mehrmals mit entsprechenden Zusatzkosten und Mehraufwand nachbessern zu müssen“.

Gleiches gilt für die Linksfraktion auch für die wassergebundene Decke, die selbst die Verwaltung als unwirtschaftlichste Variante für Rad- und Fußwege bezeichnet[1]. Zudem staubt dieser Belag bei Trockenheit, bei Nässe wird er zum Schlammbad, schnell hat er tiefe Spurrillen und erzeugt deutlich mehr Reibung. DIE LINKE meint, dass so Radfahrende ausgebremst werden.

Deswegen hat die Linksfraktion einen Antrag „Sparen durch mehr Komfort und Sicherheit für Radfahrende“ eingebracht[2]. Dabei geht es nicht darum pauschal Bauvorgaben zu machen, sondern schon bei Sanierungen die Alltagsgeschäft der mags sind, den Planungs- und Bauausschuss zu beteiligen. Welche Straßen, Rad- und Gehwege erneuert werden, regelt eine Straßendatenbank. Diese spezielle Software berechnet den Zustand einer Fahrbahn. Auch die Bedeutung der Verkehrswege spielt bei der Beurteilung eine Rolle. Ebenso muss die Planung für die kommenden fünf Jahre berücksichtigt werden. Dies schreibt die mags auf ihrer Webseite[3]. „Es gibt also genug Vorlauf um die Politik zu beteiligen und wir fordern dies ja nur bei der wassergebundenen Decke und nicht eingehaltenen Normen“, endet Jansen, „Unser Antrag führt also nicht zu Verzögerungen oder unverhältnismäßigem Mehraufwand. Wir ermöglichen nur, dass Politik bei jeder dieser Sanierungen entscheiden kann langfristig zu sparen und dabei noch den Komfort und die Sicherheit für Radfahrende zu erhöhen.“

Fußnoten/Details:
1: http://www.linksfraktion-mg.de/images/stories/docs/200122A_Anfrage_Oberflaechen_von_Rad_und_Gehwege_RH_Schultz.pdf
2: http://www.linksfraktion-mg.de/images/stories/docs/200128_Sparen%20durch%20mehr%20Komfort%20und%20Sicherheit%20f%fcr%20Radfahrende.pdf
3: https://mags.de/strassenunterhaltung/deckenueberzugsmassnahmen

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