19. März 2016   Aktuelles - Allgemeines
Was zu viel ist, ist … für die Gemeinschaft!

Der NEW mobil&aktiv Aufsichtsrat, der nicht öffentlich tagt, hat im letzten Jahr eine Absenkung der Aufwandsentschädigung für die Aufsichtsrats-Mitglieder beschlossen. Für DIE LINKE ein wichtiges Zeichen, dass nicht nur bei den BürgerInnen gespart wird, sondern die politischen VertreterInnen auch mal bei sich selber ansetzen. Trotzdem zeigt sich der Fraktionsvorsitzende und das NEW mobil&aktiv Aufsichtsrats-Mitglied Torben Schultz nicht vollends zufrieden: „Die neuen Aufwandsentschädigungen gelten nur für zukünftige Aufsichtsrats-Mitglieder. Also erst nach der Kommunalwahl 2020 wird der Beschluss voll wirksam, bis dahin greift er nur, wenn eine Fraktion ihre Posten umbesetzt. Dabei gab es kein Bestandsschutz oder ähnliche Gesetze die es verhindert hätten den Beschluss schon für die jetzigen Mitglieder anzuwenden.“

Schultz hatte beantragt, die Absenkung schon ab dem 01.01.2016 wirksam werden zu lassen, scheiterte damit jedoch. „Ich fühle mich aber moralisch an meinen eigenen Antrag gebunden. Wenn ich also die Mandatsträgerabgabe an die Partei und ähnliches abziehe, habe ich nun trotzdem jeden Monat 125,- Euro zu viel Aufwandsentschädigung von der NEW“, sagt Schultz, „Ich habe mich nun entschieden die daraus resultierenden 750,- Euro für das erste Halbjahr 2016 zu spenden. Da sich an verschiedenen Flüchtlingsunterkünften gerade Fahrrad-Initiativen für Flüchtlinge (FfF) bilden, glaube ich, ist das Geld dort zweifach gut angelegt: Es wird erstens etwas im Bereich Integration getan - und das zweitens durch Förderung des umweltfreundlichen Verkehrs. In einem halben Jahr werde ich mir dann ein anderes Projekt suchen, dass von dem zu viel gezahlten NEW Geld profitieren soll.“

Es gibt deutschlandweit über 300 Initiativen, die „Fahrräder für Flüchtlinge“ bereitstellen. Gespendete Fahrräder werden von Ehrenamtlern verkehrssicher gemacht und zum Verleih bereitgestellt. Ziel ist es, den Flüchtlingen durch einen kostenlosen Fahrradverleih ökologische Mobilität und ein Stück Freiheit mit dem Rad zu ermöglichen. Doch mit dem Verleih alleine ist es nicht getan - vielen Zuwanderern müssen erst mal die deutschen Verkehrsregeln vermittelt werden. Und gerade für die Flüchtlingskinder müssen auch Warnwesten und Helme organisiert werden.

In MG entstand die erste Gruppe mit Fahrrädern für Flüchtlinge 2015 am Fleenerweg. Inzwischen nennt sie sich FfF Lürrip. Im Moment entsteht gerade ein FfF im Stadtteil Dohr an der Alten Schule. Torben Schultz finanziert mit seiner Spende Werkzeug und Ersatzteile für die Dohrer Fahrradwerkstatt. DIE LINKE macht aber explizit darauf aufmerksam, dass nicht nur Geld fehlt. „Viel wichtiger ist, dass alle Initiativen von 'Fahrräder für Flüchtlinge' dringend HelferInnen benötigen. Gebraucht wird buchstäblich jede helfende Hand, denn ohne Menschen, die regelmäßig die Fahrräder verleihen, kann der Verleih nicht zuverlässig betrieben werden.

Interessierte können Kontakt zu „Fahrräder für Flüchtlinge“ über die Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. bekommen.

Die symbolische Scheckübergabe an Christian Sandner (Gemeindepfarrer und Leiter des Forums Flüchtlingshilfe Dohr) und Ruth Hobus (Organisatorin bei FfF Dohr) fand am 19.03.2016 statt.

Scheckübergabe

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