06. Februar 2018   Aktuelles - Allgemeines
Wer „Hauptbahnhof“ sagt, darf Rheydt nicht vergessen!

Der Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners hat zusammen mit Bundestags- und Landtagsabgeordneten von CDU, SPD und FDP die Deutsche Bahn angeschrieben und den desolaten Zustand des Hauptbahnhofs Mönchengladbach angeprangert. Weiter geht es den Unterzeichner*innen um die schlechte Kommunikation der Bahn und das mehrfache Verschieben von Maßnahmen. „Natürlich freuen wir uns, dass Druck gemacht wird“, sagt der LINKE Fraktionsvorsitzende Torben Schultz, „Nur hat unsere Stadt auch einen zweiten Bahnhof, der verfällt und wo Stillstand herrscht. Und für den ist die Stadt mit ihrer Tochter EWMG selber zuständig.“

 

Seit 2015 liefen die Verkaufsverhandlungen zum Bahnhof Rheydt und konnten erst Anfang 2017 abgeschlossen werden. Seit dem gab es ein paar eingeschmissene Scheiben, entsprechende Reparaturen und sonst Stillstand. „Dass binnen eines Jahres keine endgültige Zukunftsperspektive entwickelt werden kann, ist selbstverständlich“, räumt Schultz ein, „Diese wird mit den Beschlussfassungen in den politischen Gremien, den nötigen Ausschreibungen und vor allem mit der Finanzierungsfrage auch noch viel mehr Zeit in Anspruch nehmen. Aber solange die Hände in den Schoß zu legen und sich nur um die City-Ost und damit halt auch um den Hauptbahnhof in Gladbach zu kümmern, ist falsch.“

 

Die Linksfraktion meint, der Bahnhof in Rheydt muss schnell belebt werden. Die Bausubstanz ist nach Ansicht der Linken mittelmäßig, teils ist es etwas feucht, aber im Kern wird das Gebäude auch ohne teure Maßnahmen noch Jahre, gar Jahrzehnte stehen können. Das hauptsächliche Manko ist die Außenwirkung, die schon durch kleinere kosmetische Maßnahmen zu verbessern wäre. „Nur wenn fast alles leer steht, dann hält sich die Wirkung einer jeden Maßnahme in Grenzen“, meint Schultz.

DIE LINKE fordert daher eine schnelle Zwischennutzung, die bei Erfolg dann vielleicht auch zu einem dauerhaften Projekt werden kann. Dafür sollen die freien Räume der Jugend zugute kommen. „Ob als Jugendzentrum oder Proberäume, es gibt Platz für verschiedenste Initiativen. Weder stört der Lärm von der Bahn die möglichen Nutzer*innen, noch der Lärm der Nutzer*innen die Nachbarschaft. Da könnte auch mal ein Konzert stattfinden und die Verkehrsanbindung ist super“, erläutert Schultz, „Wer so starke Worte zum Hauptbahnhof im nördlichen Zentrum findet, soll doch bitte das südliche Zentrum nicht vergessen. Und übrigens gibt es auch in Odenkirchen am Bahnhof Probleme, die noch nicht behoben sind. Wir hoffen sehr, dass Herr Reiners‘ derzeitiges Engagement nicht nur Investoren geleitet ist, es muss vorrangig um alle Bürger*innen der Vitusstadt gehen.“

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