18. März 2019   Aktuelles - Allgemeines
Digitalisierung heißt auch neue Gesundheitsrisiken

Mit der Digitalisierung ist die Belegschaft mit völlig neuen Gesundheitsrisiken konfrontiert. Ein verantwortungsvoller, und somit attraktiver Arbeitgeber, sollte deswegen präventiv handeln. Das gilt im besonderen für die Stadtverwaltung. Deswegen beantragt die Linksfraktion nun im Hauptausschuss einen Bericht über den Stand des Gesundheitsmanagement mit besonderem Schwerpunkt auf die Maßnahmen im Zusammenhang mit Digitalisierung. Ziel soll es sein der Politik einen Handlungsrahmen aufzuzeigen in dem weitere finanzielle Mittel für vorsorgliche Maßnahmen bereitgestellt werden sollten.

 

Anfang 2017 stellte die Verwaltung den Stand des seit 2012 implementierten Betrieblichen Gesundheitsmanagement dar. Im aktuellen Stellenplan nannte die Verwaltung das Gesundheitsmanagement mit weiteren Faktoren eine "Visitenkarte" für potentielle Bewerber*innen im Rahmen der Optimierung des Stellenbesetzungsverfahren. Die Digitalisierungsstrategie ist elementarer Bestandteil der Planung des neuen Verwaltungsgebäude, in dieser kommt aber der Aspekt der Gesundheit mit keinem Wort vor.

 

Nach Information der Linken werden einfache Mittel wie Vertikal-Maus und ergonomische Tastatur nur auf Attest bereitgestellt. „Warum nicht schon auf Wunsch um präventiv zu wirken?“, fragt sich der Fraktionsvorsitzende Torben Schultz, „Sie kosten kaum mehr! Doch im besonderen sehe ich die Belastung der Augen. In der früheren Arbeitswelt wurden die Augen beim Gang zur Akte entlastet, die aber in Zukunft digital auf dem Bildschirm erscheint. Die früheren Abwechslungen und Entlastungen der Augen sind nicht mehr gegeben. Werden deswegen die Pausen- und Erholungszeiten überdacht?“

Weiter sieht DIE LINKE eine Beeinträchtigungen der Muskulatur bei einem vermehrten digitalen Arbeiten. Insbesondere beim mobilen Arbeiten und Homeoffice stehen oftmals keine ergonomischen Arbeitsmittel und Mobiliar zur Verfügung. „Wir hoffen, dass die Verwaltung zu all diesen Problemstellungen schon Lösungen anbieten kann“, endet Schultz, „Aufgabe von Politik muss es sein auch Verantwortungsvoll gegenüber der städtischen Belegschaft zu handeln.“

Den Antrag mit weiteren Problemstellungen und Lösungsmöglichkeiten gibt es im RIS.

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