29. August 2020   Aktuelles - Allgemeines
Öffentliche Trinkbrunnen

Inzwischen neigt sich der dritte heiße und trockene Sommer dem Ende entgegen. Viele Städte haben reagiert und vermehrt öffentliche Trinkbrunnen aufgestellt und auch die Mönchengladbacher Verwaltung war im Sommer 2019 schon sehr weit mit ihren Planungen für die ersten drei Brunnen im Stadtgebiet[1]. Die Bereitstellung der Brunnen war bereits über die NiederrheinWasser GmbH gesichert, nur die Finanzierung der laufenden Kosten von 6.000,- EUR je Brunnen fehlte und so verlief eine gute Idee im Sande. „Gerade jetzt macht es Sinn, der Verödung der Innenstädte entgegen zu wirken, indem wir sie mehr als Treffpunkt ausbauen“, sagt der Fraktionsvorsitzende und erneuter Ratskandidat Torben Schultz, „Dazu gehören so einfache Dinge wie Bänke, Mülleimer, Spielmöglichkeiten, Boule-Bahnen und Freiräume, die Menschen mit ihren eigenen Ideen beleben können. Und in diese Reihe passen Trinkbrunnen.“

Natürlich ist der Linken bekannt, dass zum Beispiel wegen der Corona-Pandemie die mehr als 100 Trinkbrunnen in Berlin nach der Winterpause 2019/20 erst mal nicht wieder in Betrieb genommen wurden. Deswegen verweist die Linksfraktion in ihrem Antrag auf Erfurt. Dort konnten alle Anlagen, an denen der Mundkontakt zum Wasseraustritt nicht möglich war, weiter laufen und so auch in Pandemiezeiten ein Stückchen Normalität vermitteln.

Für die Linken werten Trinkbrunnen nicht nur das Stadtbild auf und verbessern die Aufenthaltsqualität, sondern sie sind ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz, da sie helfen, den Plastikmüll aus Einweg-Wasserflaschen einzudämmen. Weiter fördern sie die Gesundheit, da die Gefahr der Dehydrierung nicht nur bei älteren Menschen gesenkt wird und den Kindern und Jugendlichen ein Anreiz geboten wird, nicht auf süße Getränke zurückzugreifen, was hilft, Adipositas zu verhindern. Gerade für Touristen sind Trinkbrunnen eine große Hilfe und passen so in die Strategie der Vitusstadt.

„Trinkbrunnen sind die passende Antwort auf die zunehmenden Hitzeperioden“, schließt Schultz, „Und wenn auch nicht zur Freude aller, Kinder entdecken die Brunnen schnell für Spiele und Wasserschlachten. Auch das bringt Leben in die Zentren. Alles zusammengenommen sind die laufenden Kosten bei so vielen Vorteilen verschwindend gering. Unser Antrag soll sicherstellen, dass zu den anstehenden Haushaltsberatungen entsprechende Konzepte und Kosten geklärt sind, um 2021 die ersten Trinkbrunnen aufstellen zu können.“

Fußnote(n):
1: RP Artikel vom 6.8.2019.

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