08. Mai 2018   Aktuelles - Sozialesausschuss
Testmöglichkeiten beim Gesundheitsamt

Zum Antrag auf Erweiterung der Testmöglichkeiten von sexuell übertragbaren Krankheiten beim Gesundheitsamt Mönchengladbach:

Viersen macht es schon, Krefeld hat es vor, nur Mönchengladbach bleibt Schlusslicht bei den Erkennungstests auf Chlamydien, Gonorrhö (Tripper) und Trichomonaden (Trichomoniasis). DIE LINKE. möchte auch in Mönchengladbach entsprechende Angebote im Rahmen von Beratungen über sexuell übertragbare Erkrankungen sowie im Rahmen der Prostituiertenberatung schaffen.

Chlamydien, Gonorrhö (Tripper) und Trichomonaden (Trichomoniasis) sind STI (sexually transmitted infections) – Infektionen, deren Infektionsraten stetig am wachsen sind oder teils sogar als weltweit häufigste auftretende Geschlechtskrankheit gelten [siehe Tabelle].

STI-Infektionsart

Neu-Infektionen jährlich

HIV / Aids

ca. 2.700 (2011) - Quelle: dstig.de

Syphilis

ca. 7000 (2015) - Quelle: Robert-Koch-Inst.

Chlamydien

ca. 300.000 (Quelle: dstig.de)

Gonorrhö

ca. 60 Infektionen je 100.000 Einwohner (GB*-2017) – Quelle: aerzteblatt

Trichomoniasis

Bei einer Erkrankungsrate von 70 % wohl die weltweit häufigste auftretende Geschlechtskrankheit – Quelle Focus Online

*da in Deutschland keine Meldepflicht mehr besteht, sind Infektionszahlen in der BRD schlecht ermittelbar, daher wird auf Vergleichszahlen aus GB zurückgegriffen!

Dennoch werden in Mönchengladbach weiterhin nur Tests in den Bereichen HIV / Aids und Syphilis angeboten und Syphilis auch nur, weil das Land NRW aufgrund der extrem steigenden Infektionsraten in den letzten 18 Jahren entsprechende Finanzierungsprogramme geschaffen hat.

Personen, die sich gerne präventiv oder aus einem Verdacht heraus auch auf die o.g. Infektionen testen lassen möchten, können dies nur mit erhöhtem Aufwand in Viersen machen lassen, was zu Lasten der Niedrigschwelligkeit führt.

DIE LINKE. Mönchengladbach fordert die Erweiterung der Untersuchungsangebote auf Chlamydien, Gonorrhö (Tripper) und Trichomonaden (Trichomoniasis), um mit einem niedrigschwelligen und kostenneutralen Angebot weitere Schritte für alle Personengruppen zu schaffen, um die Prävention bei sexuell übertragbaren Krankheiten zu steigern und Infektionsraten zu senken, ohne dass ein größerer Aufwand für die Bürger*innen in Mönchengladbach entsteht oder Kosten für die Untersuchungen auf andere Kommunen abgewälzt werden.

 


Den Antrag als PDF gibt es hier.

 

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