28. April 2014   Aktuelles - Sport, Freizeit, Bäder
Sportstätten Nutzungsgebühr: Handwerklich sauber, politisch weiterhin falsch

Am kommenden Mittwoch (30.04.) soll im Freizeit-, Sport- und Bäderausschuss die Sportstätten Nutzungsgebühr beschlossen werden. „Statt Sport zu fördern werden den Vereinen weitere Kosten aufgebürdet, die diese an ihre Mitglieder weitergeben werden müssen“, sagt Torben Schultz, „Dabei ist Sport gut für die Gesundheit und das soziale Miteinander ist ein wichtiger Stützpfosten im Alltag. Für vergleichsweise geringe Mehreinnahmen von 50.000 im Jahr 2014 sägt hier die Politik Bretter an, die auf gar keinen Fall brechen dürfen.“

 

Die Vereine sollen zukünftig für die Nutzung von Hallen, Sportplätzen und Bädern zu Trainingszwecken bezahlen. Ausgenommen ist der Kinder und Jugendbereich. Die Einführung der Gebühr wurde bereits mit dem Haushalts Sanierungs Plan 2012 (HSP) in die Wege geleitet, schon damals hat DIE LINKE dagegen gestimmt. „Handwerklich hat die Verwaltung nun einen sauberen Vorschlag zur Umsetzung vorgelegt“, räumt Schultz ein, „So bin ich froh, dass dieses mal die Planung im Austausch mit den Vereinen statt fand. Auch ist es gut, dass Sportarten mit großem Raumbedarf Sonderkonditionen ermöglicht werden. Doch durch all das wird eine politisch falsche Vorgabe nicht richtig.“

 

Nach den Berechnungen der Verwaltung werden die Vereine je Erwachsenem Mitglied je Monat zwischen 50 Cent und 1,50 Euro mehr aufbringen müssen. „Vermutlich wollen uns nun die anderen Parteien klar machen, dass das ja nicht viel für die einzelne Personen ist“, meint Schultz, „Nur wollen wir die Vereine zu den Geldeintreibern der Stadt machen? Nur weil sie sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe wie Sport, Gesundheit und Gemeinschaft engagieren? Wäre es da nicht angebracht auch gesamtgesellschaftlich zu denken? Wir könnten den Gewerbesteuer Hebesatz, also eine reine Gewinn Steuer, minimal erhöhen und hätten mehr Einnahmen als ohne diese Gebühr. Und das ohne die Wirtschaft zu gefährden. Das ohne das Vereinswesen zu Gefährden. Aber leider ist es einfacher die SportlerInnen zur Kasse zu bitten, als sich mit Lobbyisten anzulegen.“

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