19. Mai 2010   Aktuelles - Umweltausschuss
NVV versichert: Keine Experimente in der geplanten Biogasanlage in Wanlo!

Nachdem der Umweltausschuss die Biogasanlage in Wassenberg besucht hatte, tauchten Informationen auf, wonach die von der NVV geplante Anlage in Wanlo mit zwei Strassen gefahren werden und zu Versuchszwecken dienen soll.

Daraufhin hatte Sabine Cremer, Mitglied im Umweltausschuss für DIE LINKE. Mönchengladbach, eine Anfrage an die NVV gerichtet, um in Erfahrung zu bringen, ob in der in Wanlo geplanten Biogasanlage Experimente durchgeführt werden sollen und mit welchen Stoffen. Darüber hinaus wurde nach der daraus resultierenden Gefahrenlage für die Anwohnerinnen und Anwohner gefragt und auch, wann die Öffentlichkeit über dieses Vorhaben informiert werde.

In der nun vorliegenden Antwort der NVV wird erklärt, die Wanloer Anlage würde ohnehin mit vier Fermentern geplant und die höchste Effizienz könne erreicht werden, wenn jeweils zwei Fermenter in Reihenschaltung betrieben würden. Daraus ergäbe sich automatisch ein zweistraßiger Anlagenbetrieb. Dass dabei eine Straße mit einer anderen Technik ausgestattet würde, läge daran, dass die Anregungen der Bevölkerung, Landschaftspflegematerial (Grasschnitt) aus der benachbarten Kompostieranlage zu vergären, in die Planungen aufgenommen worden wären, dies aber aufgrund der Materialbeschaffenheit einer anderen Maschinentechnik bedürfe. Somit könne auf beiden Strassen Mais/Gülle vergoren werden und auf einer auch Landschaftspflegematerial. Dies berge keine Gefahr für die Anwohnerinnen und Anwohner. Man beabsichtige wohl die Effizienz der Anlage im Laufe der Betriebszeit zu optimieren und diese Aussage habe zu der Fehlinterpretation geführt, man plane eine Versuchsanlage. Es wird hier noch mal ausdrücklich erklärt, dass ein grundsätzliches Experimentieren mit verschiedenen Substraten in der Biogasanlage Wanlo nicht vorgesehen sei.

Die Fraktion DIE LINKE. Mönchengladbach begrüßt es sehr, dass von Seiten der NVV keine Planungen hinsichtlich einer Versuchsanlage bestehen und dass nun tatsächlich in Erwägung gezogen wird, Grasschnitt zu verwenden. „Jedoch warum werden nicht gleich beide Strassen technisch so bestückt, dass Grasschnitt vergoren werden kann?“ fragt sich Sabine Cremer. „Ein Vergären von Lebens- bzw. Futtermitteln zur Energieerzeugung ist ökologisch nicht vertretbar, davon sollte man gänzlich absehen!“ Abgesehen davon ist für DIE LINKE. Mönchengladbach der Standort Wanlo weiterhin nicht akzeptabel.

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