18. August 2021   Aktuelles - Umweltausschuss
Abzug der Papiercontainer aus dem Stadtgebiet inakzeptabel!

Wie der Rheinischen Post am 16.08.2021 zu entnehmen ist, will die mags AöR ihrem Verwaltungsrat und dem Stadtrat den Vorschlag unterbreiten, die Papiercontainer aus dem Stadtgebiet abzuziehen. Damit bliebe den Bürger*innen nur noch die Papierentsorgung über die Blaue Tonne zuhause oder die beiden Wertstoffhöfe. Begründet wird dieses Vorhaben damit, dass man die Vermüllung der Containerstandorte nicht in den Griff bekomme.

„Damit stellt sich die mags AöR ein Armutszeugnis aus, welches nicht nur unsozial sondern auch klimaschädlich ist“, kommentiert Sabine Cremer, Mitglied des Verwaltungsrats, die Ankündigung. Schon jetzt ist es durch die größeren Rolltonnen und die Gelben Tonnen, die in letzter Zeit eingeführt wurden, bei größeren Wohneinheiten zu immensem Platzmangel gekommen und so reiht sich auf den Grundstücken Tonne an Tonne. Wenn nun noch mehr und größere Blaue Tonnen nötig werden, dann frisst der Platzbedarf weitere Grünflächen. „Dass ein hoher Anteil an Flächenversiegelung schnell zu Überflutungen beitragen kann, haben die jüngsten Starkregenereignisse eigentlich eindeutig gezeigt, hier wurde offensichtlich nicht gründlich genug nachgedacht“, wundert sich Sabine Cremer weiter.

Unsozial wird es spätestens dann, wenn die Blaue Tonne nicht ausreicht. Da bleibt dann nur noch der Weg zu den beiden Wertstoffhöfen. „Wie dies bewältigt werden soll, wenn die betroffenen Bürger*innen unter körperlichen Einschränkungen aufgrund von Alter oder Krankheit leiden oder keine entsprechende Transportmöglichkeit zur Verfügung haben, wird hier völlig außer Acht gelassen. Diese unsensible Kurzsichtigkeit seitens eines so großen Unternehmens regt mich auf!“ empört sich das Verwaltungsratsmitglied und fährt fort: „Und wer jetzt schon die Standorte vermüllt, wird nicht davor zurückschrecken, Papier und Müll in der Natur oder an anderen uneinsehbaren Stellen zu entsorgen. Es findet also nur eine Problemverschiebung statt.“

Abschließend erklärt Sabine Cremer: „Die eigene Ideenlosigkeit, wie die Vermüllung der Containerstandorte in Griff zu bekommen ist, auf Kosten der Bürger*innen und des Klimaschutzes abzuwälzen, ist quasi den Kopf in den Sand zu stecken. Für ein städtisches Unternehmen wie der mags ein Armutszeugnis. Von mir wird im Verwaltungsrat ein klares NEIN zu diesem Vorschlag kommen. Ich bin mir sicher, dass es bessere Lösungen für die benannten Probleme gibt, wenn in einem offenen Verfahren darüber beraten wird. Ansätze könnten die häufigere Leerung sein oder andere Container, wie von der Linken bereits 2017 vorgeschlagen[1].“

Fußnote(n)/Quelle(n):
1: Antrag Unterirdische Wertstoff-Inseln im Stadtgebiet.

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